Nach dem Ende der Marathon-Saison

Am Wochenende fand für mich das letzte Marathonrennen des Jahres statt. Zeit für eine kleine Nachbereitung: In meinem radsportlichen Rentenalter waren es harte Wettkämpfe, die ihre Höhepunkte auf den Strecken in Kirchberg und Ischgl fanden. Diese beiden Rennen liefen einfach nur perfekt. Auch mit den restlichen Wettkämpfen in Wörgl, Glurns, Oberammergau und Furtwangen bin ich sehr zufrieden. Hauptsache spaßig wars! Furtwangen war zusätzlich ein amüsanter Familienaufflug und Start im Team SSS Siedle. Schaut´s euch noch die Bilder von den Marathons an.

 

Schwarzwald Bike Marathon

Aus 120 km und 3100 Höhenmeter bestand die Aufgabe in Furtwangen. Das Höhenprofil glich einem Sägeblatt. Da um 7:00 Uhr Start war, rollte ich im Dunkeln zur Startaufstellung – dem unerwarteten Hotelwechsel sei Dank. Es war anfangs saukalt. Das permanente Auf und Ab und die flachen Bolzpassagen forderten Haxn und den „Aero“-Rücken. Meine Attacken beschränkten sich auf die Abfahrten. Und in einer solchen gelang es mir sogar die Gruppe zu sprengen. Am Ende sprengte ich mich dann fast selbst. Nach knapp 5 Stunden sprang ein 7. Gesamtrang und der 4. Rang in der ersten AH-Klasse raus. War ein nettes Wochenende.

Das Bad Boy Image pflegen!?

Letztes Wochenende war es gut, ein Spannungsfeld am Herbstfest in Rosenheim zu verlassen. Auf einmal war ich in besagtem Feld mit drin. Wurscht, das wird als Bayern-Culture abgehakt. Heute sind wir aus unserem Hotelzimmer in Furtwangen geflogen! Wir machten den Eindruck, als müsste man Angst um die Zimmereinrichtung haben. Und im Nachgang kann ich es „total“ verstehen, man nimmt ja nicht einfach die Fahrräder mit aufs Zimmer, nein, nein, nein… :-))

Das 29er Ritzel wieder getestet

Die neue Übersetzung am Rennrad muss sich amortisieren. Also suchte ich mir den Anstieg von Brannenburg zur Waller Alm am oberen Sudelfeld aus. Die erste Übung war die Rampe zum Tunnel hoch, kein Problem! Bist zur Rosengasse rollte es. Ab da wurde bisweilen ambitioniert, bis Grafenherberg geht mal eine schöne Rampe her und danach ich dann eher alles Rampe. Ganz besonders das letzte Stück der neuen Straßenführung! Fazit: Die 13 km und 1000 Höhenmeter bin ich schon schneller gefahren, dafür noch nie lockerer… to be continued!

Gindelalm – alter Anstieg neu (hin-)aufgerollt

Nachdem ich heuer den ein oder anderen Anstieg mit etwas größeren Steigungen fuhr und dabei meine Trittfrequnz in Bereiche fiel, die mit „Rollen“ so gar nix mehr zu tun haben, montierte ich eine bergfähige Übersetztung mit 39:29 (gar nicht mein Stil). Getestet wurde das Konstrukt die Gindelalmstraße hoch – 6 km mit 500 Höhenmeter. Und siehe da! Es „rollte“ tatsächlich besser, gerade am letzen steilen Stück. Von ganz unten bis zu den Almen in 20 Minuten – das war bisher noch nie drin. Ich muss wohl meine Übersetzungen anpassen oder Eisen stemmen.

Ischgl Ironbike

Die lange Distanz in Ischgl. Immer wieder eine nette Herausforderung. Nach zwei Wellen und nettem Trail standen 1500 Höhenmeter am Stück von Ischgl zum Greitspitz an. Und es war recht heiß, dass sich eine körperliche Dürreperiode andeutete. Nach wilder Abfahrt folgten die 1000 Höhenmeter von Samnaun zum Palinkopf. Schotter, steil, heiß. Mich zerreißt es bald, dachte ich mir am Anfang der Steigung. Aber mein Körper war für eine Überraschung gut, ich rettete mich über den Berg, kam als 14. im Ziel an und gewann sogar meine Altersklasse, jippiih!

Einen Abstecher in die Dolomiten

Über Karneid und Obergummer führte mich der Weg hinab ins Eggental und zum Passo Lavazé. Das Lavazé Joch hoch stellte ich fest, dass das nicht der erste Berg in letzter Zeit war. Dafür bekam ich ein paar Ausblicke auf Schlern, Rosengarten und Latemar. Der letzte Anstieg, eher eine fiese Rampe, zur Unterkunft zog mir dann noch den Zahn. As Leben is hart in de Berg!

Pässe unter die Räder nehmen

Um das Bergtraining auf dem Rad wieder zu intensivieren, ist Südtirol immer wieder ein gutes Pflaster. Gestern stand die Runde Mendelpass mit einem Abstecher zum Penegal und über das Gampenjoch zurück an. Der Mendelpass und das Gampenjoch sind echt super Pässe zum drüberrollen, der Abstecher zum Penegal war genau das Gegenteil. Mit Rampen bis zu 18% Steigung stellte der Buckel wieder einmal Ansprüche an mein rudimentär vorhandenes Krafttraining – uufff.